6 Tipps, die Treppenhauswände dauerhaft sauber halten
Abschließend sei gesagt: Mit der richtigen Technik und etwas Geduld lässt sich die Anzahl der Steckdosen deutlich erhöhen, ohne dass Sie eine Wand aufstemmen müssen. Wer unsicher ist, sollte einen Elektriker hinzuziehen – die Investition lohnt sich, denn Stromarbeiten sind kein Bereich für Improvisation. Eine sauber installierte Steckdose funktioniert nicht nur zuverlässig, sondern erhöht auch den Wert Ihrer Immobilie.
Der einfachste Weg führt über den Austausch des Lichtschalters. Dazu schrauben Sie den vorhandenen Serienschalter ab und montieren einen Bewegungsmelder im gleichen Format, der für den Unterputz-Einbau geeignet ist. Wichtig ist, vorher die Phase zu bestimmen und die Spannung im gesamten Stromkreis abzuschalten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Melder für die vorhandene Schalterdose passt – ansonsten benötigen Sie einen Adapterrahmen. Der Anschluss erfolgt in der Regel mit drei Adern: Phase, Nullleiter und Schaltdraht. Fehlt der Nullleiter in der Dose, wird es komplizierter – dann benötigen Sie einen Melder, der ohne Nullleiter auskommt.
Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, prüfen Sie die örtlichen Gegebenheiten genau. Messen Sie die Tiefe der Schalterdose und die Größe der Lampenfassung. Ein weiterer Punkt ist die Nachlaufzeit: Diese sollten Sie so einstellen, dass sie den Weg durch den Flur abdeckt, aber nicht zu lange brennt. Die meisten Geräte erlauben eine Einstellung zwischen zehn Sekunden und zehn Minuten. Ein häufiger Fehler ist, die Dämmerungsschwelle zu ignorieren – stellen Sie den Sensor so ein, dass er nur bei Dunkelheit aktiv wird, um Strom zu sparen.
Überprüfen Sie nach einigen Wochen, ob der Geruch wirklich verschwunden ist. Ist die Feuchte konstant niedrig, der Geruch aber immer noch wahrnehmbar, kann die Ursache tiefer liegen – zum Beispiel ein undichtes Rohr oder aufsteigende Feuchte aus dem Erdreich. In diesem Fall sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, der die Bausubstanz untersucht. Mit einer systematischen Vorgehensweise – Ursache finden, entfernen, dauerhaft trocken halten – bekommen Sie den Kellergeruch jedoch in den meisten Fällen in den Griff.
Abschließend ein Hinweis zur Sicherheit: Auch wenn keine neue Verkabelung nötig ist, arbeiten Sie niemals an spannungsführenden Teilen. Schalten Sie immer die Sicherung aus und prüfen Sie mit einem Spannungsprüfer, ob wirklich keine Spannung anliegt. Wenn Sie sich unsicher fühlen, ziehen Sie eine Elektrofachkraft hinzu – das ist günstiger als ein Kurzschluss. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Komponenten ist das Nachrüsten in einer Stunde erledigt, und der Flur wird endlich zum einladenden Eingangsbereich.
Neben der Technik spielt auch die Wahl der Farbe eine entscheidende Rolle. Für stark beanspruchte Bereiche eignen sich spezielle Wandfarben mit erhöhter Nassabriebbeständigkeit. Diese sind zwar etwas teurer, halten aber deutlich länger und lassen sich bei Verschmutzung einfach abwischen. Auf rein matte Farben sollte man im Treppenhaus besser verzichten – sie nehmen schnell Fingerabdrücke auf und sind schwer zu reinigen. Ein seidenglänzender oder matterer Effekt mit höherer Strapazierfähigkeit ist hier die bessere Wahl. Wichtig ist außerdem, dass die Farbe für Innenräume geeignet ist und keine gesundheitsschädlichen Lösungsmittel enthält.
Die besten Methoden, wenn kein Leerrohr existiert Fehlt ein Leerrohr, bleibt die Möglichkeit, eine Kabelkanal-Leiste auf Putz zu verlegen. Wählen Sie dafür eine schmale Variante, die sich farblich an die Wand anpasst und dezent an der Fußleiste oder entlang der Wandkante führt. Moderne Kanäle sind flach und wirken kaum störend. Bei diesem Vorgehen sparen Sie sich nicht nur die Staub- und Lärmbelastung, sondern auch die zeitaufwendige Sanierung der Wandoberfläche.
Bevor Sie mit der Trocknung beginnen, entfernen Sie alle Gegenstände, die Feuchtigkeit aufnehmen oder den Geruch binden: Pappe, Textilien, Holzregale und offene Lebensmittel. Diese Materialien saugen die Nässe auf und geben den muffigen Geruch später wieder ab. Reinigen Sie danach alle harten Oberflächen mit einem alkalischen Reiniger, um organische Rückstände zu entfernen. Verzichten Sie auf aggressive Chemikalien, die nur kurzzeitig parfümieren – sie überdecken das Problem, lösen es aber nicht. Bei Schimmelbefall sollten Sie die betroffenen Stellen mit einem alkoholbasierten Mittel abwischen und anschließend gut trocknen lassen.
Wer jetzt direkt zur Rolle greift, macht einen klassischen Fehler. Stattdessen sollten zuerst alle Kanten mit einem schmalen Pinsel gestrichen werden. Nur so entsteht ein gleichmäßiger Übergang zwischen Wand und Decke oder Türrahmen. Danach wird die Wand mit einer Breitrolle (mindestens 25 Zentimeter) in Bahnen von oben nach unten bearbeitet. Die Bahnen müssen sich jeweils einige Zentimeter überlappen – und zwar nass auf nass. Trocknet eine Kante bereits an, entstehen sonst unschöne Streifen. Ein weiterer Tipp: Die Rolle nicht zu stark ausdrücken, sondern gleichmäßig auftragen und immer in eine Richtung rollen. So bleibt die Struktur über die gesamte Fläche hinweg gleichmäßig.